Das tschetschenische Volk will nicht mit den tschetschenischen Söldnern identifiziert werden

 

2014/06/07 • Deutsch

opdQuelle: Golos Ichkerii mit Verweis auf newsru.ua und chechenews.com, 5.6.2014

Die gesellschaftspolitische Bewegung “Der freie Kaukasus” hat die Tschetschenen, die auf der Seite der pro-russischen Separatisten kämpfen, als bezahlte Söldner bezeichnet, die mit dem heldenhaften tschetschenischen Volk nichts zu tun haben.

“Die wahren Tschetschenen und Kaukasier verstehen, dass die Freiheit der Ukraine die Freiheit aller unterdrückten Völker der Welt bedeutet, deshalb werden die Tschetschenen immer auf der Seite ihrer Brüder – der Ukrainer – stehen,” heißt es in einer Erklärung der gesellschaftspolitischen Bewegung “Der freie Kaukasus”, die über die Nachrichtenagentur CHECHENEWS verbreiten wurde.

Die Tschetschenen haben ukrainische Behörden und Medien aufgerufen, die tschetschenischen Söldner, die an terroristischen Aktivitäten in der Ukraine beteiligt sind, “russische Kämpfer” zu nennen.

In der Erklärung geht es auch darum, dass eine Einheit aus freiwilligen Tschetschenen gebildet wird, die gegen die Terroristen und Russland in der Ukraine kämpfen will – und dass sich bereits mehr als 300 Männer eingetragen haben.

Der frühere Premier-Minister der Tschetschenischen Republik Itschkeria, Ahmed Sakajew, der jetzt im Exil lebt, sagte, dass die Tschetschenen gegen die Ukrainer nicht kämpfen. Die Tschetschenen, die jetzt an der Seite Russlands stehen, haben gegen ihr eigenes Volk gekämpft, deshalb wäre es nicht ganz richtig, den Akzent auf die Nationalität zu legen.

Die Korrespondentin von “Voice of America”, Fatima Tlisowa, sagte, dass die Banditen, die im Dienst des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow stehen, nicht das ganze tschetschenische Volk repräsentieren. Sie sagte, dass viele Tschetschenen durch die Drohungen und den Terror des Putin-Schützlings an der Macht eingeschüchtert sind.

Am 01. Juni hatte Ramsan Kadyrow verkündet, dass seine Republik bereit wäre, 74.000 Freiwillige in die Ukraine zu schicken, um dort “Ordnung zu schaffen”. Dabei meinte er, dass es in der Ukraine keine tschetschenischen Soldaten gibt, und dass sich einfache Tschetschenen zufällig in der Zone des Konflikts aufhalten können.